Starke Gemeinschaft im Lustenauer Handwerk

LL38_Gruppenbild Bauunternehmer@Lukas Hämmerle

Handwerk am Bau hat in der Gemeinde vor allem auch mit gegenseitigem Wertschätzen zu tun. Lustenaus Traditionsbaubetriebe achten auf das Miteinander zwischen den Unternehmen. Die Kunden profitieren von kurzen Wegen und hoher Qualität.

LL38_Thomas Stotter_WESTO@Lukas Hämmerle

Beim Hausbau oder bei Renovierungsarbeiten in den eigenen vier Wänden können die Lustenauer auf die Kompetenz bewährter Traditionsbetriebe setzen. Unternehmen wie Gebrüder Keckeis, Erdbewegung Franz Spieß, Stroj Elektro, Westo-Installationen und Dachdecker „Dachi“ arbeiten auf unterschiedlichsten Baustellen eng zusammen und schätzen die Zuverlässigkeit und Qualität der jeweils anderen. „Wir stimmen unsere Termine immer gemeinsam ab, damit die Arbeiten zügig vorangehen“, erklärt Thomas Stotter, Geschäftsführer von Westo-Installationen, im Gespräch. Im regelmäßigen Austausch sind sich die Handwerksbetriebe einig: Aufeinander ist Verlass.

Gemeinsam an einem Strang ziehen

 LL38_Susanne Keckeis@Luks Hämmerle 1

Susanne Keckeis vom Bauunternehmen Gebrüder Keckeis blickt auf eine lange Firmengeschichte zurück, heuer sind es 130 Jahre. Seit 1896 prägt das Unternehmen das Ortsbild von Lustenau. „Wir haben unter anderem die Erlöserkirche, das Parkbad, das Lustenauer Rathaus und den Pontenblock gebaut“, erzählt sie. Als Generalunternehmen koordiniert Gebrüder Keckeis sämtliche Wünsche der Bauherren. „Wir werden auch für Einzelaufträge oder Sanierungen beauftragt. Gemeinsam mit einem bewährten Pool an Handwerkern setzen wir die Vorstellungen unserer Kunden um“, betont Susanne Keckeis weiter. Einer dieser verlässlichen Partner ist Erdbewegung Spieß. Möglich wird das durch jahrelange Erfahrung und eingespielte Zusammenarbeit auf den Baustellen.

Experten auf ihrem Gebiet

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Sepp Bösch von Erdbewegung Spieß kennt die besonderen Herausforderungen des Lustenauer Bodens genau. „In Lustenau gibt es drei verschiedene Bodenarten, je nach Lage“, erklärt er. Dazu zählt der sogenannte „Laufletten“, eine schlammige, fast flüssige Erde, sowie der „Nagelflur“, eine kalkhaltige Kruste, die vor allem rund um die Loretto-Kapelle vorkommt. Hinzu kommen stark lehmhaltige Abschnitte. Die Mitarbeiter von Erdbewegung Spieß verlegen jährlich zwischen 2.800 und 3.200 Meter Kanal und bewegen rund 12.000 Kubikmeter Erde – das entspricht dem Volumen eines großen Wohnblocks mit 50 bis 60 Wohnungen. „Im Dialekt werden wir oft als ‚Schäor‘, also Maulwürfe, bezeichnet“, scherzt Sepp Bösch.

 

Zusammenhalt in der Gemeinde

LL38_Stefan Hämmerle_DACHI@Lukas Hämmerle

Die enge Verbundenheit der Lustenauer Handwerksbetriebe ist spürbar – viele kennen sich seit Generationen. „Schon zu Zeiten meines Vaters war Gebrüder Keckeis einer unserer wichtigsten Partner“, betont Installateur Thomas Stotter. Dem pflichtet auch Harry Stroj bei: „Was Lustenau ausmacht, sind die Menschen. Auch unter den Handwerkern hält man zusammen.“ Die Betriebe stehen in ständigem Kontakt und stimmen ihre Arbeiten eng ab. Stroj Elektro feierte im vergangenen Jahr sein 50-jähriges Bestehen – in dieser Zeit wurden rund 4.000 Kilometer Kabel verlegt, was etwa der Entfernung von Lissabon bis Moskau entspricht. Aktuell errichtet das Unternehmen eine neue Halle, die beispielhaft für die gute Zusammenarbeit steht: „Sepp Spieß hat den Aushub gemacht, mit Gebrüder Keckeis wurde die Halle gebaut, wir übernehmen die Elektrik, Westo die Sanitäranlagen und Stefan Hämmerle von ‚Dachi‘ das Dach“, berichtet Harry Stroj. „Wir empfehlen uns gegenseitig gerne weiter. Wenn ich jemanden kenne, der gute Arbeit leistet, tue ich das mit bestem Gewissen“, ergänzt Stefan Hämmerle alias „Dachi“. Hinter den Kulissen arbeiten die Betriebe eng zusammen, um für ihre Kunden das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Sie profitieren von generationsübergreifendem Wissen, das von den Familien weitergegeben wurde. Diese langjährige Erfahrung macht den entscheidenden Unterschied: auf der Baustelle und darüber hinaus.