Von Weinjuwelen und Vorkoster-Geschichten 5. September 2018

Vorkoster_2018_Marcel Hagen

Wie gut, dass sich Benjamin Meyer Zeit gelassen hat. Mit seiner Überlegung, wie es für ihn weitergeht, nachdem er von der klassischen Gastronomie weg wollte. Das Ergebnis: Benjamin Meyer hat sich in das Abenteuer Selbständigkeit gestürzt. Nicht allein, sondern mit einem Partner, der dieses Ansinnen – oder besser gesagt, seinen Herzenswunsch – zur richtigen Zeit am richtigen Ort möglich gemacht hat.

Starke Partnerschaft

Ins Meyer’sche Spiel kam nämlich genau dann, als er im Begriff war sich zu suchen und (neu) zu finden, Christoph Piringer, Inhaber einer Versicherungsagentur. Christoph ist, nebst seiner Leidenschaft für die richtigen Verträge, auch bekannt für seine Liebe zu Weinen. Als er erfuhr, dass in Hohenems ein Lokal frei wurde, kaufte er das Lokal kurzerhand. „Christoph wollte an diesem Standort etwas Besonderes machen, nämlich eine Vinothek. Tja, und wie das Leben so spielt rief er mich eines Tages an und sagte: Benjamin, lass uns das zusammen machen!“. Das war der Startschuss für ein genüssliches Unterfangen mit Erfolgsfaktor. Gemeinsam schrieben sie das Konzept – mit dem Titel „Der Vorkoster“.

Von Italien über Frankreich bis Vorarlberg

Wie viel Erfolg sie damit haben würden, konnten die beiden zu dieser Zeit noch nicht erahnen. „Wir haben es zwar gehofft, klar. Aber dass wir innert kürzester Zeit nach dem Start in Hohenems bereits unser zweites Lokal – diesmal im schönen Lustenau – eröffnen würden, war dann doch überraschend“, so Meyer. Uns als lebens.lust-Redaktionsteam überrascht das allerdings nicht. Schon beim Betreten von „Der Vorkoster“ wird uns klar: Hier sind Menschen am Werk, die ihr Genussherz auf der Zunge tragen und deren Design-Ader mit selbigem mitschlägt. Wir sind erstaunt, wie man auf so wenigen Quadratmetern so viel Leckeres – rund 400 Produkte! – anbieten kann. Die Entscheidung, was wir denn gerne vorkosten möchten, fällt schwer. Zahlreiche Weinjuwele, z.B. aus Frankreich und Italien, eine Vielzahl von ausgesuchten Köstlichkeiten wie feinster Serranoschinken oder ein Camembert di Bufala, lachen uns an. Genauso wie das Team, das für unser kulinarisches Wohlbefinden sorgt. Wir spüren sofort: Hier geht es weniger um’s Verkaufen, sondern um die Lust am Genuss und das Dahinführen. Wir dürfen probieren, degustieren, staunen, dazu lernen und uns schlichtweg entspannen. Unser Fazit: Die kleine, feine Genuss-Oase verdient den Namen „Der Vorkoster“ mehr als! Vieles ist aus Italien, wie Oliven, Antipasti, Pestos, Nudeln oder Saucen. „Aber auch hochwertige Produkte aus unseren Breitengraden, wie das selbstgemachte Brot der Bäckerei Drexel oder Bergkäse aus Schönenbach und Fleischwaren von der Wälder Metzge aus Warth finden sich in unserem Sortiment“, betont Piringer. Den beiden Genussherren geht es schließlich darum, schlichtweg das Beste anzubieten. Aus unserer Region, aber natürlich auch über den sprichwörtlichen Tellerrand hinaus. „Zudem bieten wir auch Craft-Biere von speziellen Brauereien an und auch feine Spirituosen“. Heißt also: Im „Der Vorkoster“ in Lustenau geht es um ein Gesamtkonzept aus schnabulieren und degustieren.

Vorkosten? Und wie!

Als wir unser drittes Gläschen zu uns nehmen, also vorkosten, und uns an den vielen Köstlichkeiten auf unserem
Teller erfreuen, sind wir froh. Nämlich, dass sich Benjamin Meyer mit seiner Entscheidung für die Selbständigkeit
Zeit gelassen hat, wie eingangs erwähnt. Denn sonst gäbe es „Der Vorkoster“ nicht – und das wäre für Lustenau schade. Schließlich steht die Gemeinde für vieles – und eben auch für Genuss und Jungunternehmer, die was los machen möchten. Wenn Sie auch gerne „vorkosten“ würden: Einfach in der Kaiser-Franz-Josef-Straße 8 vorbeikommen!

Vorkoster_10

Der Vorkoster
Feinkost und Weine
Benjamin Meyer
Kaiser-Franz-Josef-Straße 8
6890 Lustenau
T + 43 5577 23787
www.dervorkoster.at

Öffnungszeiten:
Di bis Sa: 9 – 22 Uhr
So: 9 – 15 Uhr